Google Ads für Anfänger – Werbeformate kennenlernen

08.01.2021| Autor: Tobias Roth | Lesezeit: 5 Minuten

Inhaltsverzeichnis
Unternehmen, die in der Suchmaschine „Google“ Werbeanzeigen schalten möchten, müssen dafür Google Ads (ehemals „Google AdWords“) benutzen. Mit Google Ads können Sie Anzeigen in der Google-Suche, im Display- und im Videonetzwerk schalten. In diesem Artikel möchten wir Ihnen einen Einstieg in das spannende, aber auch anspruchsvolle Thema Suchmaschinenwerbung / Search Engine Advertising (SEA) geben und erklären, was es für Werbeformate in Google Ads gibt.

Egal ob Produkt oder Dienstleistung, spezielles Haarshampoo oder Fachwerkstatt für Oldtimer, sie alle haben eines gemeinsam: Die Suche nach dem passenden Anbieter erfolgt über eine Suchmaschine. Dabei hat, laut statista, die Suchmaschine „Google“ in Deutschland einen Marktanteil von rund 87 Prozent bei der Desktop-Suche und rund 98 Prozent bei der mobilen Suche. Kurzum: Es geht in Deutschland kein Weg an Google vorbei.

Um diese Marktmacht Googles fĂĽr seine eigene Dienstleistung oder Produkt zu nutzen, kann man sich fĂĽr Anzeigenwerbung innerhalb der Suchmaschine und Googles Partnerseiten entscheiden. Doch Anzeige ist nicht gleich Anzeige: Es gibt verschiedene Typen und Formate. Welche Werbeformate es in Google Ads gibt, stellen wir euch in diesem Artikel vor.

Damals wie heute das beliebteste Format – die Textanzeige

Um seine Werbebotschaft an den Nutzer zu bringen und ihn von auf seine Webseite zu locken, bietet Google verschiedenste Formate an.

Das zu Beginn eingeführte und bis heute am häufigsten genutzte Werbeanzeigenformat ist die (erweiterte) Textanzeige. Sie besteht aus bis zu drei Anzeigentiteln mit einer maximalen Länge von 30 Zeichen pro Titel und zwei Anzeigenbeschreibungen, die jeweils bis zu 90 Zeichen umfassen dürfen. Neben Titel und Beschreibung muss noch eine Website-URL festgelegt werden, auf die der Besucher kommt, wenn er die Anzeige anklickt.
Die Reihenfolge der Titel und Beschreibungen ist fest und wird genau so angezeigt.

(Erweiterte) Textanzeige mit zwei Anzeigentiteln und zwei Beschreibungen

Textanzeige 2.0 – Responsive Search Ads

Eine modifizierte Variante der Textanzeige ist die sog. Responsive Suchanzeige oder Responsive Search Ad. Die RSA unterscheidet sich, weil Sie hier nicht nur drei Titel und zwei Beschreibungen, sondern bis zu 15 Anzeigentitel und vier Anzeigenbeschreibungen verwenden können. Wie auch in der „normalen“ Textanzeige werden aber final nur drei Titel und zwei Beschreibungen zu sehen sein.

Das besondere an diesem Format ist, dass Sie Google die Wahl des passenden Titels und Beschreibung überlassen. Sie können jedoch manuell „eingreifen“ und festlegen, ob ein Titel an der ersten, zweiten oder dritten Stelle ausgespielt werden sollte. Im Lauf der Zeit spielt Google automatisch verschiedene Kombinationen aus und ermittelt die leistungsstärksten unter ihnen.

Durch dieses Format entstehen Ihnen keine Mehrkosten und die Anzeigenperformance kann sich signifikant steigern. Daher ist die RSA immer fester Bestandteil in von uns erstellten Kampagnen!

Responsive Suchanzeige mit zwei neuen Anzeigentiteln und -beschreibungen bei gleicher Suchanfrage

Mehr als nur Worte: Die Bildanzeige in Googles Displaynetzwerk

Sollten Sie ein Produkt oder eine Dienstleistung haben, die besonders kreativ oder vor allem durch ihre Optik überzeugt/überzeugen soll, können Bildanzeigen die richtige(re) Wahl sein. Bildanzeigen werden über das sog. „Displaynetzwerk“ ausgespielt, das über zwei Millionen Websites, Videos und Apps umfasst. Es stehen viele unterschiedliche Anzeigengrößen zur Verfügung – für Desktop- und Mobile-User.

Wie bei den Textanzeigen können Sie Bildanzeigen kreativ gestalten. Bildanzeigen werden in sog. „Assets“ zusammengefügt, die aus bis zu fünf Titel, einem „langen Anzeigentitel“ und fünf Anzeigenbeschreibungen bestehen können.

Beispiele fĂĽr eine Bildanzeige in verschiedenen Formaten

Mit Videoanzeigen ein breites Publikum ansprechen

Sie möchten Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung richtig in Szene setzen und haben dafür sogar ein Video produziert? Auch für Bewegtbilder hat Google ein passendes Werbeformat parat: Die Videoanzeige.

Videoanzeigen können auf YouTube und auf Websites von Videopartnern ausgespielt werden. Dabei gibt es verschiedene Arten von Videoanzeigen: Überspringbare In-Stream-Anzeigen, nicht überspringbare In-Stream-Anzeigen, Video Discovery-Anzeigen, Bumper-Anzeigen, Out-Stream-Anzeigen und Masthead-Anzeigen.

Jede Art hat verschiedene Ansprüche und Anforderungen an das Video (wie z.B. Dauer des Videos, Dimension/Größe oder Abspielzeitpunkt [vor/nach/während eines Videos]), ihnen alle gemein haben sie aber die Voraussetzung, dass Sie Ihr Video auf YouTube hochladen müssen, sprich ein eigener YouTube-Kanal ist verpflichtend.
Das angenehme: Die Inhalte müssen zwar auf YouTube gehostet werden, die Anzeigen selbst können jedoch sowohl auf YouTube als auch auf Websites und in Apps von Google-Videopartnern ausgeliefert werden.

Beispiel einer ĂĽberspringbaren In-Stream-Anzeige, die VOR dem eigentlichen Video ausgespielt wurde

Für Händler und Webshop-Inhaber: Shopping Anzeigen

Sind Sie Händler oder betreiben Sie einen eigenen Online-Shop und möchten sich die Reichweite Googles zu Nutze machen, um Ihren Umsatz zu erhöhen? Dann sind Googles Shopping-Anzeigen genau das richtige für Sie!
Beispiel einer Shopping-Anzeige oberhalb der organischen (unbezahlten) Suchergebnisse
Shopping Anzeigen werden im Bereich „Shopping“, im Suchnetzwerk und auch im Displaynetzwerk, sowie deren beider Partner ausgespielt. Für das Schalten einer Shopping-Anzeige bedarf es allerdings neben dem Erstellen eines Google Ads Kontos auch eines „Google Merchant“ Kontos.
Ăśbersicht: Ihre hochgeladenen Produkte aus dem Feed

Im Merchant Center müssen Sie Ihre angebotenen Produkte mitsamt Titel, Menge/Inhalt, Preis, Versandkosten usw. in einen sog. „Produktfeed“ hochladen. Mittels Verknüpfung zwischen Merchant Center und Google Ads kann man dann, basierend auf den hochgeladenen Produkten, eine Shopping Kampagne in Ads erstellen.

Wichtig: Bei Shopping-Anzeigen werden anstelle von Keywords die Angaben verwendet, die Sie im Merchant Center-Datenfeed hinterlegt haben, sodass Ihre Anzeigen bei relevanten Suchanfragen ausgeliefert werden. Achten Sie daher penibel auf die Vollständigkeit und Korrektheit im Merchant Center.

Ăśbersicht: Ihre hochgeladenen Produkte aus dem Feed

Auf Google werben: Haben Sie Lust es auszuprobieren?

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